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Thema: An der Grenze des Schalls - "Umsonst & Draußen" (443-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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An der Grenze des Schalls - "Umsonst & Draußen"

Zitat
[size=0px]An der Grenze des Schalls[/size]

Wie steht der Wind? Wie breiten sich Schallwellen um die Ecke herum aus? Fragen, die sich den ganzen Sommer über unzählige Berliner als Zaungäste des Museumsinsel-Festivals stellen. Schließlich bietet sich dort die Chance für ein kostenloses Live-Erlebnis. Unser Vorsatz reifte schon voriges Jahr: Draußen vor den Zäunen lagerten hunderte Fans auf ihren Decken und tranken mitgebrachten Rotwein, während wir Tickets gekauft, uns hineingedrängelt und nach teuren Drinks angestellt hatten.
In diesem Jahr - genauer: vergangenen Freitag - wollten wir auch nach dem früheren Heimatklänge-Motto "Umsonst & Draußen" handeln. Doch die Veranstalter hatten vorgebaut: Das Gelände war viel weiter abgesperrt, um die Grünflächen hinter dem Dom zu schonen. Dafür wurde nun der viel gepflegtere Rasen im Lustgarten von den Massen belegt. Andere enterten Baucontainer an der Burgstraße. Bald merkten wir, dass sich nicht jede Musik zum Konzert-Schnorren eignet. Der filigrane Klang der Band Calexico verzichtet auf Bässe und dringt nicht allzu weit. Nur an der hinteren Absperrung kurz vorm Kupfergraben war der Sound gut zu hören. Doch hier fehlte der Rasen fürs gemütliche Campieren. Auf die Wiese vor dem Alten Museum aber drangen nur die Klänge der Mariachi-Bläser und weckten Assoziationen. Einer fühlte sich an mexikanische Flüchtlinge an der Grenze zu Kalifornien gemahnt.

Mancher Ostler erinnerte sich an die Konzerte von David Bowie und Michael Jackson neben dem Reichstag - da hatten die Veranstalter die Boxen extra gen Osten gedreht.
    [size=0px]Quelle: [/size]www.berlinonline.de[size=0px]; 19.08.03[/size][/list]

     
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