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Thema: Mottenpost 29.12.03: Lieb' Vaterland (347-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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Mottenpost 29.12.03: Lieb' Vaterland

Zitat
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003/031229/feuilleton/story650239.html[/url]"]
[size=0px]Lieb' Vaterland[/size]
Der Blick zurück ohne Zorn und Selbstanklage: 2003 ist das Jahr, in dem die Deutschen den Patriotismus wieder entdeckten


[size=0px]Von Eckhard Fuhr[/size]

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[size=0px]Pop [/size]

In den siebziger Jahren zog der Weltstar David Bowie in den Mauerschatten West-Berlins, er wollte seine Ruhe haben vor dem Pop. Hier nahm er unbehelligt "Heroes" auf, ein Ost-West-Liebeslied. Dass Bowie strophenweise deutsch sang, machte Deutschland stolz in einer hohen Zeit der Popmusik, in der die Kränkung überwog, als Pop-Entwicklungsland zu gelten. "Und die Scham fiel auf ihre Seite / Oh, wir können sie schlagen / Für alle Zeiten / Dann sind wir Helden", knödelte Bowie.

Heute singen hoffnungsvolle deutsche Popbands selten Songs von Bertolt Brecht/Kurt Weill und Udo Lindenberg. Aber sie führen häufig Bowie im Programm als Vater der Ermunterung, normale Popsongs unbefangen deutsch zu singen. Mia, eine Band aus Berlin-Mitte, krähte "Helden" durch alle Clubs. Die liebenswerteste Entdeckung aber gab sich konsequenterweise gleich den Gruppennamen Wir sind Helden. Man singt deutsch. Man hat die Ironie des Dialektischen ins Deutsche übersetzt. Man amüsiert sich selbstbewusst. "Heldenzeit, seid ihr soweit?", singt Judith Holofernes von der Gruppe Wir sind Helden. "Wir kommen, um die anderen Helden abzumelden. mp

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