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Thema: Hunky Dory (8343-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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Hunky Dory

Bowies Vielseitigste. Bowie der Hippie, Bowie die Zicke, Bowie der Provokateur .... Bowie der Münchhausen, der sich mittels dieser Platte hier zum ersten Mal an den eigenen Haaren aus der Scheiße zieht. Nach dem (schwachen) Vorgänger „The man who sold the world" kam hier nun wirklich was Großes.

Hatte es eben bei Mercury noch geheißen: Mit dem kann man nichts zustande bringen. Der hängt bloß rum, mehr oder weniger stoned, kennt keine Uhrzeiten und haut mal schnell eben ein paar schlampige Songskizzen hin....klang es nach Anhörung der Demoversionen von „Hunky Dory" bei der RCA vollkommen anders: Den machen wir groß!

Die Ziggy Stardust Karriere war die Folge. Die war zwar kommerziell erfolgreich, aber gemessen an „HD" künstlerisch 2.Wahl. Meiner Meinung nach können nur „Heroes" und „Scary Monsters" wirklich mithalten.


Doch zurück zum Album selbst:

Die Songinhalte schaffen den Spagat zwischen Dylan einerseits und Mark Bolans phantasievollem Nonsens andererseits unter Zuhilfenahme schockierender Androgynität. (von Bi- oder gar Homosexualität zu sprechen verbot sich damals noch; Bowie ist seit jeher ein Meister des Ungefähren).

Ist „Changes" nur ein Antwortsong zu „the times they are a changing" oder eine zickig-ironische Verarschung? Auf der 2.Plattenseite wird noch eins draufgesetzt. Im „Song for Bob Dylan" (der damals gerade Medienabstinenz pflegte) wird der große Meister respektlos im Imperativ beauftragt: „Hear this, Robert Zimmermann, I wrote a song for you..."(....du hast uns die Augen geöffnet und somit unsere Probleme vergrößert, um dich nun zu verpissen? Komm zurück und gib uns unsere Gemeinschaft von einst wieder!)

Aber nicht nur Seine Nuschligkeit St.Bob bekommt sein Fett weg, sondern auch die andere Ikone der Zeit: Andy Warhol!

Isser nu' schrill und verehrungswürdig oder der langweiligste Eierbecher on earth?


In „Life on mars" so ganz nebenbei ein Tritt in Richtung Imagine-John: „...'cause Lennon's on sale again", was ganz unverbindlich den Denkanstoß vermittelt, dass die Kohle des Herrn Berufsrevoluzzers wohl stimmen wird. Mit politischen Träumereien (a la Power to the people) hat Bowie also hörbar nichts am Hut. Der Song ist in seiner Message eher vergleichbar mit „streetsfighting man". Hier wie da geht es um Resignation. Ist da wenigstens Leben auf dem Mars, läßt er ein gefallenes Mädchen fragen, wenn schon auf Erden kein wirkliches ist, und selbst die Traumfabrik/Kino beim Trostspenden versagt? Bowie als Fatalist. Aber er sorgt mit anderen Songs der Platte scheinbar für Ablenkung...oder....soll die Gesamtwirkung vielleicht den allgemeinen Menschheitsverfall noch unterstreichen?

Z.B. In „Queen Bitch" lamentiert er als Tunte, dass er seinen Traumkerl nicht abgekriegt hat, weil der dummerweise hetero ist - oder in „Quicksand" bläst er dir ein bißchen Treibsand ins Gesicht: bunte Phrasen, in denen man sogar straflos „Himmlers dreams" verwursten kann. Gefundenes Fressen für Anglistikdoktoranden. (Weisen sie den zunehmenden apolitischen Charakter der angloamerikanischen Beat-und Popmusik der frühen 70er Jahre am Beispiel David Bowies nach!) Wohl niemand ließ die Orientierungslosigkeit nach Woodstock deutlicher heraus als Bowie.

Musikalisch erwähnenswert ist zum Einen die Mitwirkung Mick Ronsons, des vermutlich unterschätztesten Rockgitarristen überhaupt. Er zeigt hier alle damals angesagten Stile: Lagerfeuergeklampfe Marke Donovan (Bewlay brothers), Riffgedonner a la T.Rex (Queen Bitch), filigrane Fingergymnastik wie CSN&Y ( Eight line poem). Andere Hörer - andere Vergleiche.

Zum anderen übernimmt Wakeman - (genau DER Wakeman!) - die Tasten, zukünftige Yes-Großtaten in „Life on Mars" und „Fill your heart" erahnen lassend.

Fazit: Zeitgeist pur. Ein historisches Dokument und immer wieder unterhaltsam.


jemen

Hunky Dory

Antwort #1
ich habs dir schonmal gesagt:

meine freundlichkeit dir gegenüber - besteht zur hälfte
aus mitleid!

wenn du keine ahnung hast - über die hunky

dann - halts .... - nä!

und schreib nich irgendetwas ab
hinhörn!!

Hunky Dory

Antwort #2
wennst mich kennen würdest, würdest genau merken welche der Rezensionen hier wirklich von mir sind, und welche nicht!

einige sind wirklich nur kopiert und als Einstiegsthreads gedacht!

jemen

Hunky Dory

Antwort #3
Zitat
wennst mich kennen würdest, würdest genau merken welche der Rezensionen hier wirklich von mir sind, und welche nicht!

einige sind wirklich nur kopiert und als Einstiegsthreads gedacht!

jemen


ich fände es hilfreich zu wissen welche Rezensionen von Dir sind und welche nicht und wenn nicht dann von wem  :)

Grüssle

Hunky Dory

Antwort #4
Zitat
wennst mich kennen würdest, würdest genau merken welche der Rezensionen hier wirklich von mir sind, und welche nicht!

einige sind wirklich nur kopiert und als Einstiegsthreads gedacht!

jemen


wenn du mich kennen würdest, würdest du genau merken
dass ich da ausnahmsweise ma ÜBERHAUPT KEINEN SPASS VERSTEHE!

so ein multimist - dieser blödsinn....

naja - wenn ich ma zeit hab
kann ich ma n paar worte eintippen
über mein  LIEBLINGSALBUM.......

schönen tag noch

Hunky Dory

Antwort #5
Nicht jedem muss die hunky so gut gefallen wie dir, die freiheit musst du den anderen schon lassen!

jemen

Hunky Dory

Antwort #6
Zitat
Nicht jedem muss die hunky so gut gefallen wie dir, die freiheit musst du den anderen schon lassen!

jemen


ist auch mein Favorite im Moment und zwar ohne Ausnahme ALLE.

Und meine Frage bzw Anmerkung bleibt bestehen. Kannst Du das eventuell noch kennzeichnen von wem welches Zitat  oder was auc himmer ist?

Mal ganz abgesehen davon ist meine persönliche Meinung das man so eine Musik auch irgendwie kaputtmachen kann wenn man alles versucht zu analysieren oder zu beurteilen - warum - wieso - weshalb - was hat er da wohl gedacht....ich finds egal - in erster Linie muß der Sound stimmen und DIESE STIMME!!!! - und dann versuch ich den Text ein bisschen im Kopf zu übersetzen und schmunzel ab und zu über manche Sachen - oder schüttel den Kopf - aber niemals hab ich versucht zu überlegen was er sich wohl dabei gedacht haben könnte! Wahrscheinlich oft weniger als man hineininterpretiert. Manchmal erzählt er ja auch was ihn zu gewissen songs gebracht hat und manchmal weiß er es selber nicht mehr.
Aber ist es so wichtig?

Hunky Dory

Antwort #7
Zitat

Und meine Frage bzw Anmerkung bleibt bestehen. Kannst Du das eventuell noch kennzeichnen von wem welches Zitat  oder was auch immer ist?

Mal ganz abgesehen davon ist meine persönliche Meinung das man so eine Musik auch irgendwie kaputtmachen kann wenn man alles versucht zu analysieren oder zu beurteilen


Also, das fänd ich auch gut, wenn man wüsste, was von dir - Jemen - ist und was nicht. Und vom wem etwas nicht, wenn es nicht von dir ist.
Was das andere angeht, hatten wir ja schon an andere Stelle erwähnt, dass man auch einiges kaputtanalysieren kann, aber ich finde es auch interessant zu sehen, wie andere bestimmte Lieder sehen und wahrnehmen. Was ich nicht mag ist, wenn es manchmal so Musikjournalisten gibt, die meinen sie wüssten ganz genau, was da und da gemeint ist, also, man kann's halt übertreiben.

Hunky Dory

Antwort #8
Zitat von: "airsign"
Zitat

 Was ich nicht mag ist, wenn es manchmal so Musikjournalisten gibt, die meinen sie wüssten ganz genau, was da und da gemeint ist, also, man kann's halt übertreiben.


Genau das mein ich. Lieber mal einfach hinhören als immer glauben das man jemanden analysieren und irgendeinen Schmarrn hineininterpretieren muss. Da sind die Musikjournalisten die schlimmsten. Aber sie werden nun mal dafür bezahlt, deswegen machen sie es ja.

Hunky Dory

Antwort #9
Um das gehts ja:

Man sollte doch einen Albenthread mit einer Kritik eröffnen um eine ordentlich und sinnvolle Diskussion zu ermöglichen.
Ob dann jeder das Album mag oder nicht ist jedem selbst überlassen.

jemen

Hunky Dory

Antwort #10
Zitat
Um das gehts ja:

Man sollte doch einen Albenthread mit einer Kritik eröffnen um eine ordentlich und sinnvolle Diskussion zu ermöglichen.
Ob dann jeder das Album mag oder nicht ist jedem selbst überlassen.

jemen


Das ist ja auch ok. Man kann seine eigene Meinung zu den Alben oder einzelnen Stücken haben, aber man kann nicht sagen warum wieso weshalb er dieses oder jenes gemacht hat. Ob er stoned war dabei - oder besoffen oder müde oder gut gelaunt oder depressiv oder was weiß ich. Darüber kann man nur Vermutungen anstellen. Aber das find ich sinnlos. Aber eine eigene Meinung zu den Songs haben - das ist gut und darüber kann man auch diskutieren. Ok?  :D

und jetzt ist gut, sonst hagelts wieder dämliche off topic schilder!! :-D

Hunky Dory

Antwort #11
jo genau, hoid ma de pappm sonst schimpft uns da gschüttlte wieda zaum!

jemen

Hunky Dory

Antwort #12
Zitat
Aber sie werden nun mal dafür bezahlt, deswegen machen sie es ja.

Ach, ein Großteil kompensiert damit doch nur, dass sie es selber nicht geschafft haben... They didn't make it to the Top!

Hunky Dory

Antwort #13
Zitat
jo genau, hoid ma de pappm sonst schimpft uns da gschüttlte wieda zaum!

jemen

Ähm...  :gruebel: Könntest du das vielleicht noch mal ins Hochdeutsche übersetzten?? :oops:  :rolleyes:

Hunky Dory

Antwort #14
das heisst:

wir halten lieber unser zuckermäulchen sonst bekommen wir von
Bela eine kostenlose stunde

 
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