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Thema: The Good Life und Cursive (359-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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The Good Life und Cursive

Ich mag die beiden bands recht gern, ihr beider Frontman ist Tim Kasher!
Beide vom Saddle Creek Label das auch Bright Eyes beheimatet!!

The Good Life

The Good Life ist die andere Band vom etwas kauzig aussehenden Cursive-Frontmann Tim Kasher. Er verwehrt sich dagegen, dass es seine Zweitband sei. Diese Einschätzung würde The Good Life auch nicht gerecht. Im Jahr 2000 gegründet, war Kasher seitdem mit The Good Life ähnlich aktiv wie mit Cursive. Akustisch-folkige Klänge bilden das Grundgerüst der Band, mit gelegentlich recht pompös gelungenen Arrangements verstärkt.


Tim Kasher gilt auch hier als Mastermind, allerdings besteht er auf den Input seiner Bandkollegen Ryan Fox (git., bass), Stefanie Drootin (bass, git., keys, voc.) und Drummer Roger Lewis. Die Zusammenarbeit der Vier erweist sich nicht immer als einfach, nicht nur, weil Kasher zwischenzeitlich drei Monate in Portland, Oregon lebt. Cursive will auch vorangetrieben werden, Fox betreibt ein Soloprojekt, Drootin tourt mit Azure Ray, und Lewis hat seine Band Neva Dinova, die im Frühjahr 2004 eine EP mit den Labelkollegen Bright Eyes veröffentlichen.
Dennoch gelingt es der Band, bereits im Gründungsjahr ihr erstes Album herauszubringen: "Novena On A Nocturn" erscheint im Spätherbst. Im Wechsel mit Cursive-Alben erscheint 2002 das recht ruhige "Black Out", von dem Conor Oberst mit Bright Eyes singen wird: "Yeah Tim, I heard your album and it's better than good."

Womit er sicher nicht ganz Unrecht hat, allerdings müsste er dann seine Lobpreisung für das 2004er "Album Of The Year" noch etwas exaltierter gestalten. Nach der "Lovers Need Lawyers"-EP im Frühjahr erscheint der dritte Longplayer der Band im August und ist wohl The Good Lifes bis dato beste Scheibe.

Erstmals auch europaweit veröffentlicht, schlagen Cursive mit ihrem vierten Longplayer The Ugly Organ ordentlich in die Scharte, welche die befreundeten Bright Eyes zum Vorreiter eines Trends Richtung Folk-beeinflusstem Emo auch in Deutschland machten. Cursive, 1995 gegründet, entstammen der Gründerphase jener Bewegung des songorientierten Dramas, die eine ihrer wichtigsten Keimzellen in der Heimstätte der Combo Omaha beherbergt und spätestens seit der Jahrtausendwende mehr und mehr wahrgenommen wird.
Tim Kasher, musikalischer Kopf des Quintetts, der sich nebenbei für die eher mäßigen The Good Life verantwortlich zeigt, lässt hier wesentlich mehr die Sau raus und scheint sich mit Cursive in einer kaputten Welt zu Hause zu fühlen. Cellos und Orgel sind auf The Ugly Organ ebenso wichtig wie teils dissonante Ausbrüche von Gitarre und Kashers meist fabelhaft inbrünstigem Organ. "And now, we proudly present songs perverse and songs of lament. A couple hymns of confession, and songs that recognize our sick obsessions", so die ersten Worte auf The Ugly Organ -- dem kann sich der Rezensent nur anschließen und zu einem diesbezüglich gelungenem Album gratulieren. --Felix von Vietsch

 
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