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Tomorrow belongs to those who can hear it coming
Thema: The Who's Tommy (605-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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The Who's Tommy

Hallo ihr lieben! Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachtstage.
Ich habe morgen Abend Karten für The Who's Tommy, das als Musical zur Zeit durch ganz Europa tourt und da dachte ich, stelle ich hier mal kurz die Handlung rein, damit ihr auch so richtig Lust bekommt (und es euch vielleicht in eurer Stadt auch anseht).

1969 - Pete Townshend revolutioniert mit der ersten Rockoper überhaupt das Rock'n'Roll Business - Fans und Presse sind begeistert von einem einzigartigen Werk. Millionenverkäufe an Videos, Schallplatten, CD´s und DVD´s dokumentieren dies eindrucksvoll. Mitte der 90er Jahre wird die Rockoper zum ersten Mal als Musical an den Broadway in New York und ins West End Londons gebracht - mit überwältigendem Erfolg. Auch in Deutschland wird das Musical in Offenbach bei Frankfurt für zwei Jahre plaziert.
2001 - "Miracle Musics" und WiV Entertainment produzieren "Tommy" zum ersten Mal als Tourneeproduktion für den europäischen Kontinent, was die vielen Fans von "The
Who" und "Tommy" im speziellen, mehr als begeistern dürfte. Stark am 69er Album von "The Who" und am Lebensgefühl der 60er und 70er orientiert, greift Miracle Musics die ursprüngliche Intension der Rockoper auf. Die Interpretation spiegelt - nicht zuletzt aufgrund der Rock'n'Roll-mäßigen Instrumentierung, bei weitem authentischer die Story von "Tommy" wieder, als es die Musicalversionen in New York und London taten.

1. Akt
London 1944: Captain Walker, Angehöriger der Royal Air Force, wird in seiner Hochzeitsnacht zum Einsatz befohlen. Sein Flugzeug wird über feindlichem Gebiet abgeschossen. Zu Hause wird seiner Frau mitgeteilt, dass ihr Mann vermisst sei. Kurz darauf bekommt Mrs. Walker einen Sohn: Tommy. 1945: Die Alliierten haben den Krieg gewonnen. 1948: Captain Walker kehrt am 21. Geburtstag seiner Frau nach London zurück. Hier findet er sie mit ihrem neuen Liebhaber und dem vierjährigen Tommy. Es kommt zu einer tödlich endenden Auseinandersetzung. Der kleine Tommy hat in einem Spiegel alles mitangesehen; durch dieses Erlebnis ist er traumatisiert. Als man ihn auch noch bedrängt, alles zu vergessen, was er gesehen und gehört habe und niemals darüber zu sprechen, wird er taub, stumm und blind. Aus seinem Spiegelbild löst sich Tommys älteres Ich: der Erzähler, der nun Tommys Geschichte schildert. Die Eltern werden vom Gericht freigesprochen. Um Tommys Krankheit zu heilen ziehen sie mit ihrem Sohn von Arzt zu Arzt - vergeblich. Selbst die Feier des Weihnachtsfestes kann am Zustand des inzwischen zehnjährigen Tommy nichts ändern. Statt dessen erlebt er neue Quälereien: Sein Onkel Ernie, der eines Abends auf ihn aufpassen soll, während die Eltern ausgehen, missbraucht ihn. Sein sadistischer Cousin Kevin drangsaliert ihn, dessen Freunde hänseln ihn. Doch es geschieht etwas Erstaunliches: intuitiv erfasst Tommy die Kinetik des Flipperspiels, und, ohne es zu üben, beherrscht er die Kunst des Flipperns perfekt. Ergebnislos verläuft für Tommy die Begegnung mit Hawker, dem zwielichtigen Anführer einer finsteren Untergrunddrogensekte: Hawker stellt sich als Quacksalber heraus. Als nächstes wird Tommy zu einer "Wunderheilerin" gebracht, der Acid Queen. Auch diesmal wieder bleibt sein Zustand unverändert. Doch mit seinem Talent als Flipperspiel-Gewinner hat er die Anerkennung von Cousin Kevin und dessen Freunden gewonnen. Nach wie vor nimmt Tommy nur über den Spiegel mit seinem älteren Ich Kontakt auf.

2. Akt
1960: Tommy ist zum umjubelten Flipper-König seiner Umgebung geworden. Seine Fans tragen ihn auf Händen. Wiederum wird ein Arzt aufgesucht, diesmal ein fortschrittlicher
Spezialist. Dieser stellt zwar Tommys organische Gesundheit fest, doch hindere ihn ein Realitätsschock an der Ausübung seiner Sinne. Die Eltern müssen sich eingestehen, an ihrem Sohn versagt zu haben. In Mrs. Walker entbrennt eine verzweifelte Wut über Tommys apathisches In-den-Spiegel-Starren. Sie schleudert Tommy in den Spiegel - und löst damit Tommys innere Blockade. Wieder im Besitz seiner Sinne fühlt er sich frei und verlässt die Familie. Für die Medien ist seine plötzliche "Wunderheilung" eine große Sensation: Tommy wird innerhalb der nächsten zwei Jahre zum Superstar. Onkel Ernie macht den "Markenartikel" Tommy hemmungslos zu Geld. Bei einer Show kann das Mädchen Sally Simpson zu ihrem Idol gelangen und Tommy berühren. Doch sie wird vom Podest gestoßen und von Bodyguards brutal zusammengeschlagen. Tommy ist entsetzt über diese Auswirkung seines Starkults und kümmert sich um Sally. Er bricht die Show ab und lädt alle ein, zu ihm nach Hause zu kommen. Dort will Sally von ihm wissen, was sie tun muss, um so zu werden wie er. Tommys Antwort ist für alle niederschmetternd: Nicht er, sondern sie sei vollkommen, denn in den Jahren der Isolation habe er nichts anderes versucht, als so normal zu werden wie sie. Damit ist der Held gefallen, der Guru als ganz gewöhnlicher Mensch entlarvt. Enttäuscht wenden sich die Fans von ihm ab. Von den unechten Idealen befreit, ist Tommy nun endlich in der Lage, sein eigenes Ich zu erkennen und anzunehmen.

Liebe Grüße, Felis

The Who's Tommy

Antwort #1
Felis sagtest du nicht kurz
Hmm ich glaube aber ich werde mir das nicht angucken....
Trotzdem danke

The Who's Tommy

Antwort #2
[size=0px] Tut euch das NICHT an !!![/size]

Ich habe noch nie etwas so grottenschlechtes gesehen, wie diese Umsetzung einer genialen Rock-Oper! Es war lauter als jedes Konzert, das ich bisher erlebt habe, von The Who und ihren Songs war überhaupt nichts mehr zu erkennen, weil alles völlig übertönt wurde. Amazing Journey und Pinball Wizard konnte man nur erraten. Die Menschen auf der Bühne  haben das ganze scheinbar im Lotto gewonnen - häßlich, unförmig, keine Stimme, kein Talent, keine Ausstrahlung - kein gar nichts...

The Who's Tommy

Antwort #3
Oh, du armes Kätzchen.

Hast du da nicht direkt deine Krallen ausgefahren und denen  das Gesicht zerkratzt?????Grrrrrrrr

The Who's Tommy

Antwort #4
Ich sag's dir, das hätte ich wirklich am liebsten getan! Wir saßen am Anfang auch noch in der ersten Reihe - direkt vor den Boxen! In der Pause hab ich mich dann mit dem völlig verblödeten Kerl vom Ton in die Wolle gekriegt - hat aber alles nichts genützt. Wir sind dann auf eine Empore umgezogen, wo man wenigstens nicht mehr hörsturzgefährdet war...
Von da aus hätte man prima mit faulen Eiern werfen können - hätte man denn welche gehabt. Meine Stiefel waren mir dann aber auch zu schade für deren Köpfe...
Nach der Pause war dann die Hänfte der Zuschauer weg - wir leider nicht. Insgesamt also ein wirklich gelungener Abend.
Fauch, Felis

Zitat
Oh, du armes Kätzchen

Danke aber für dein Mitgefühl - doch wieder *schnurr*

The Who's Tommy

Antwort #5
Hi Felis,
Schade, dass es dir nicht gefallen hat.
Tommy kann nämlich auch sehr gut umgesetzt werden. Wir kamen heuer im Sommer in den Genuss (in Amstetten - hat mit der von dir erwähnten Tour nichts zu tun).
Meine Tochter besuchte in der vergangenen Saison sehr sehr oft Hair im Theater und das fast idente Ensamble hat Tommy aufgeführt. Es war ein Genuss - nicht ganz so wirr wie der Film und die Musik war einwandfrei zu "erkennen".
Schade, aber vielleicht hast du mal mit einer anderen Produktion mehr Glück.
Michi

The Who's Tommy

Antwort #6
Zitat
Meine Tochter besuchte in der vergangenen Saison sehr sehr oft Hair im
Theater und das fast idente Ensamble hat Tommy aufgeführt.

Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Mein damaliger Freund war Schauspieler und mit einer Super-Truppe von 1997 bis 1999 unter Vertrag am Kasseler Staatstheater. Ich lernte die Leute bei Hair kennen und sah von da an fast jede Probe und Aufführung entweder vor oder hinter der Bühne. Fast der gleiche Cast spielte zu der Zeit auch Grease, was ich auch mindestens 10 mal gesehen habe. Dann aber kam der neue Intendant und das erste was er tat, war alle Schauspieler rauszuschmeißen und neue Leute aus Berlin zu holen. Alle hatten mit einer Verlängerung gerechnet und mußten nun von einem auf den anderen Tag wieder tingeln. Mein Freund ging zurück nach Hamburg, wir sahen uns nur noch ganz selten und als ich eines Tages anrief, hatte ich einen jungen Mann am Telefon, der sich als angeblicher Bruder ausgab...

 
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