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Tomorrow belongs to those who can hear it coming
Thema: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021 (200-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

The Laughing Gnome

Ein warmer Spätsommerabend im Jahre 2020. Im Literaturhaus Berlin treffen sich Literaturinteressierte und Peopleoids, um den Moderator Florian Werner mit der Schriftstellerin Terezia Mora über die Scheibe Ihres Lebens, in diesem Fall „Hunky Dory“, diskutieren zu sehen. Die Peopleloids belagern die ersten Reihen und lauschen wie gebannt den klugen Ausführungen Moras. Terezia Mora berichtet über Ihr Aufwachsen in einem Plattenbau in Ungarn. Eine „Hunky Dory“ Cassette ist ihr ständiger Begleiter und der Soundtrack Ihres Lebens hinter dem Eisernen Vorhang. Terezia träumt sich fort und sieht sich selbst als „girl with the mousy hair“.

Während der Moderator es eher auf die leicht zugänglichen Stücke wie „Changes“ oder „Life On Mars“ abgesehen hat, spürt Mora starke Empfindungen für die „melancholisch-mysteriösen“ Stücke wie „Quicksand“ oder „Bewlay Brothers“. Oftmals weist der Moderator die anwesenden Peopleloids in Ihre Schranken, indem er betonte, dass es hier nicht um Fakten ginge, sondern um Gefühle und um die persönliche Sicht der Dinge Moras. Nach dem gemeinsamen Hören und der Analyse von „Bewlay Brothers“ resümierte der Moderator, dass der Text von Außenstehenden nicht zu entschlüsseln ist und wohl nur Bowie selbst wusste, was mit bestimmten Zeilen gemeint sei. Langsam neigte sich die Veranstaltung dem Ende entgegen und der Moderator versuchte nach den eher tiefsinnigen Gesprächen, die Veranstaltung lustig zu beenden.

Leider ging dieser Versuch total schief. Das flugs eingespielte „Laughing Gnome“ verbunden mit einer schnodderigen und abwertenden Anmoderation, sollte wohl für Gelächter und Erstaunen sorgen. Doch er hatte nicht mit dem wütenden Aufschrei der Empörung eines aufgebrachten Peopleloids gerechnet:

Zitat
„Nun geht es aber los!“
Wütender und aufgebrachter Aufschrei eines anwesenden Peopleloids
 
 

Ein Hauch latenter Gewaltandrohung lag spürbar in der Luft. Zum Glück war der Moderator schlau genug, sich sofort zu entschuldigen, den Dialog zu suchen und die Veranstaltung friedlich zu beenden.

Und die Moral von der Geschicht:

Ha, ha, ha, hee, hee, hee
I'm an angry Peopleloid and you shouldn't mess with me


Herzlichen Gnome-Wunsch zum Gnome-Burtstag liebe @Sonja ! Feiere schön bei "roasted toadstools" und einem "glass of dandelion wine. ([*burp* Pardon...])"

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #1
😊 oh ja, ich erinnere mich...

Und ich frage mich auch schon seit Wochen  "didn't they teach you to get your hair cut at school?“ 

Mal wieder hängt alles mit allem zusammen.

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #2
na, da ist er ja endlich, der lachende gnom!
war man doch gerade richtig im bowie - fieber und hatte sich mit einer flut von herausragenden alben beschäftigt, fand man ja dann in jungen jahren auch dubiose platten unseres freundes in den regalen der ansässigen plattenläden.
und man kauft alles, wo db draufsteht!
und da ist er dann , der kleine lachende gnom und man weiss zunächst nicht, ob man lachen oder weinen soll, ist das werk doch soweit von stationtostation entfernt, wie der kongo von seiner ersten mondlandung!
doch wächst einem der kleine gnom ans herz und hat charme!
ganz besonders bezaubernd ist ja der schluss, wenn man merkt, dass unser freund sich vor lachen nicht mehr einkriegt!
ich gestehe: ich bin fan vom " laughing gnome"!



Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #5
Ooooh wie toll!!! 😍😍😍

Ich liebe den lachenden Gnom total! Kürzlich schon überlegt ihn endlich mal dranzunehmen aber so passt es natürlich wunderbar.
Happy Birthday @Sonja !

Der Song ist sogar mein Klingelton. 😁 Leider ruft mich selten jemand an und wenn hab ich meist den Ton nicht angestellt 😢

Außerdem muss ich mit Beschämung zugeben, dass ich es immer falsch ausgesprochen habe bis letztes Jahr. Erst da durch Gilly geschnallt, dass es nicht mit g sondern lautlos gesprochen wird. Peinlich 🙈

Nun noch die teils lautlosen Lyrics:



I was walking down the high street,
When I heard footsteps behind me.
And there was a little old man (Hello!)
In scarlet and gray, chuckling away

Well he trotted back to my house
And he sat beside the telly (Ahh!)
With his tiny hands on his tummy
Chuckling away, laughing all day

"I ought to report you to the Gnome Office."
"Gnome Office? Ahahahah!"

Ha, ha, ha, hee, hee, hee
I'm a laughing gnome and you can't catch me
Ha, ha, ha, hee, hee, hee
I'm a laughing gnome and you can't catch me,
Said the laughing gnome

Well I gave him roasted toadstools,
And a glass of dandelion wine. (burp, pardon...)
Then I put him on a train to Eastbourne.
Carried his bag, and gave him a fag.

"Have you got a light, boy?"
"Here, where do you come from?"
"Gnome-man's land, heehee!"
"Oh, really?"

In the morning, when I woke up,
He was sitting on the edge of my bed,
With his brother, whose name was Fred.
He'd brought him along to sing me a song.

"Alright, let's hear it... 'ere, what's that clicking noise?"
"That's Fred, he's a metro-gnome, haha!"

Ha, ha, ha, hee, hee, hee
I'm a laughing gnome and you can't catch me
Ha, ha, ha, hee, hee, hee
I'm a laughing gnome and you can't catch me

"Oh now, I'm a gnome, anyway, haha!"
"Haven't you got a home to go to?"
"No, we are gnome-ads, hehe!"
"Didn't they teach you to get your hair cut at school? You look like a rolling gnome."
"Nah, not at the London school of Eco-gnome-ics."

Now they're staying up me chimney,
And we're living on caviar and honey (Hurray!)
Cause they're earning me lots of money
Writing comedy prose for radio shows

"It's the, errrr... it's the gnome-service, yes, of course!"

Ha, ha, ha, hee, hee, hee
I'm a laughing gnome and you can't catch me
Ha, ha, ha, hee, hee, hee
(Oh, dear me...)
I'm a laughing gnome and you can't catch me
(One more time!)
Ha, ha, ha, hee, hee, hee
I'm a laughing gnome and you can't catch me


Tubie


Tease 1990


Heeheehee, das hat zwar nur entfernt damit zu tun, aber war so lustig!

Comic Relief 1999


Und Zicky müsste auf Bowiefun eine Version mit Klein Bo haben ;)
(seufz, mit Google Suche fand ich die Version jetzt gerade nicht, stattdessen einen tollen Bericht von ihr über den London Trip 2013 zu Bowie Is und Bnet Party. Und obwohl das ein toller Bericht über eine tolle Zeit ist hat es mich gerade wieder sehr geschmerzt das zu lesen. Damals war die Welt noch in Ordnung 😭)

LG Simone

@zicky_dustbin hm selbst beim Stöbern auf der Seite hab ich The Laughing Gnome nicht gefunden. Hast Du einen Link? Nur wenn es keine Umstände macht, hast ja genug um die Ohren momentan

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #6
The Laughing Gnome (Dance Version)



Reinhold

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #7
Bowie hat diverse mal erählt wie er mitte 60ger auf einen Stones Konzert war. Als die Stones dran waren, rannen 20 Kids (ihre damalige Fan-Base) nach vorne zur Bühne. Von hinten rief ein älterer Mann zu Jagger:
„Lass dir mal die Haare schneiden“
Jagger rief zurück
„Damit ich aussehe wie du?“
Das könnte der Bezug zu "Didn't they teach you to get your hair cut at school? You look like a rolling gnome." sen!
V.

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #8
Ha, ha, ha, hee, hee, hee 🔴 heute Rosenmontag ohne Pappnasen 🔴 Ha, ha, ha, hee, hee, hee 🤡 freut sich Ha, ha, ha, hee, hee, hee helium macht fröhlich Ha, ha, ha, hee, hee, hee NATÜRLICH mag 🤡 den SdT! Ha, ha, ha, hee, hee, hee
sehr, sehr großartig die Blockflötennummer!!

LG ohne alaaf und hellblau
🤡

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #9
Skurriler O'Leary-Senf zur Blockflöte... :D  :D  :D

Zitat
لسلام عليكم. Von den vier Sätzen des "Requiem for a Laughing Gnome" (DRJ 405u) ist nur der erste Satz in einer Aufführung erhalten, wenn auch unvollständig. Das Aufführungsfragment existiert in schlechter Qualität von einer analogen Vid-aud-Übertragung dessen, was Kulturtheoretiker des 20. und 21. Jahrhunderts als ein öffentliches Entwürdigungsvideo für in Ungnade gefallene "Berühmtheiten" postuliert haben. Die Komposition für Blockflöte, Stimme und Fußfall beginnt faszinierend, aber leider wird der Entwicklungsteil durch das Abschneiden des Vid-auds abgeschnitten (Anm: Das ist der Ausschnitt, den Simone gepostet hat...)

Der zweite Satz existiert in fragmentierter Manuskriptform, ein Stück Briefpapier, das bei der ersten Ausgrabung des British Museum nach der Kontinentalflut 2 gefunden wurde. Es war Teil einer Sammlung von Manuskripten, die durch Wasser und Erde stark beschädigt waren. Eine Minderheit von 20-21C CTs behauptet, dass es sich hierbei gar nicht um DRJ 405u handelt, sondern um eine Quittung für irgendeine Art von Finanztransaktion (siehe "Geld"), die einen Tausch gegen Lebensmittel zur Folge hatte; eine überwiegende Mehrheit argumentiert, dass die Anordnung von Zahlen und Schlüsselsymbolen mit B'Wie's Musik des ersten Satzes korreliert, was darauf hindeutet, dass der zweite Satz als eine rhythmische Variation der Anfangsmelodie begann.

Über den dritten Satz ist nichts bekannt. Während einer Operation zur Wiederbelebung des World Web, die in New Mombasa (AGC2 34) durchgeführt wurde, wurde ein Fragment eines "Message Boards" gefunden, dessen Autor möglicherweise einen Bezug zu diesem Satz herstellte: "Gnostic". Dies ist sehr spekulativ.

Der letzte Satz ist ebenfalls unbekannt, aber laut Volkslegenden, die im Jahrhundert nach der zweiten Weltkatastrophe zusammengestellt wurden, war es eine Lieblingsmelodie von König Georg 7 in seinem Exil.

Fragment des ersten Satzes, aufgenommen während "Comic Relief" 24 Zulqada 1419 (12. März 1999 georgisch) (56 BGC1).

Ha ha ha, hee hee hee

Just a joke: 1999 kursierte, dass Bowie "The Laughing Gnome" für die BBC Comic Relief Nacht am 12. März aufführen würde. Die Gerüchte erwiesen sich als übertrieben: Bowies voraufgezeichnete Einlage, die er als "Requiem For A Laughing Gnome" vorstellte, bestand darin, dass er klanglos auf einer Sopranblockflöte trällerte und unsinnige Zwischenrufe machte, während die BBC Nachrichten einblendete, die versprachen, es zu stoppen, wenn die Zuschauer mit ihren Zusagen anriefen.

Das war's. Ha ha ha, hee hee hee

Und jetzt aber mal ein ordentlicher Tusch...

🤡

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #10
🤣🤣🤣

Das steht so echt im Pegg? Prust...da könnte man sich glatt fragen, was hat der denn geraucht. Davon hätte ich bitte auch gern was 😁

Hmm...aber was schteibt Pegg denn zum echten lachendem Gnom überhaupt?

LG Simone

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #11
🤣🤣🤣

Das steht so echt im Pegg? Prust...da könnte man sich glatt fragen, was hat der denn geraucht. Davon hätte ich bitte auch gern was 😁

Hmm...aber was schteibt Pegg denn zum echten lachendem Gnom überhaupt?


🤣🤣...ne, nicht Pegg, sondern O'Leary...Pegg war das unten, also quasi die Auflösung. War wohl eher nüchtern 🤣🤣...ich war erst schwer irritiert, dann fand ich es lustig und sehr passend zum Tag.

Pegg hatte ich gestern gelesen zum SdT. Ich liefere noch nach, Simonchen....

LG
🤡






Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #12
Hmm...aber was schteibt Pegg denn zum echten lachendem Gnom überhaupt?

Frühstückslektüre für Simone 😉:

In vielen Augen verkörpert dieser berüchtigte Song den ziellosen und peinlichen Dilettantismus von Bowies Karriere vor "Space Oddity". Ob man ihn liebt oder verabscheut, "The Laughing Gnome" wird nicht verschwinden, also sollten wir ihm zumindest Selbstbewusstsein zugestehen. Es ist lustig, und das soll es auch sein. Es ist nicht "Warszawa", aber es wurde wahrscheinlich schon auf mehr Partys gespielt und die Welt wäre ohne es ein langweiligerer Ort.

Für Uneingeweihte: "The Laughing Gnome" ist ein flottes, von einem Bassoone begleitetes Liedchen, in dem David auf die kichernde Titelfigur und ihren Bruder Fred trifft, deren lustige Zwischenrufe mit entsetzlichen Wortspielereien über das Wort "Gnom" gespickt sind. Der "Ha ha ha, hee hee hee"-Refrain ist dem traditionellen Jazz-Standard "Little Brown Jug" entlehnt, und es ist sehr wahrscheinlich, dass ein weiterer Einfluss Lou Montes 1962er Novelty-Hit "Pepino The Italian Mouse" war: Ein US-Millionenseller für den italienisch-amerikanischen Entertainer, der von einer Reihe von Begegnungen mit einer schelmischen und uneinholbaren Maus handelt, deren heliumgepitchte Stimme mit der von Monte auf genau dieselbe Weise interagiert wie Bowies Wortwechsel mit dem Gnom.

Es gibt auch einen Ausschnitt aus dem Hit des singenden Postboten "Hev Yew Gotta Loight, Boy?", der 1966 den Ivor Novello Award für den besten Novelty-Song des Jahres gewann. In seinem Buch Rebel Rebel stellt Chris O'Leary die faszinierende Theorie auf, die von dem Musiker Nick Currie vorgeschlagen wurde, dass "The Laughing Gnome" eine Metapher für Schizophrenie ist und dass die Gnome Halluzinationen sind, die den Erzähler heimsuchen. Darauf möchte ich mit einer eher wohlwollenden Lesart antworten. In vielen Interviews über die Jahre hinweg, ganz zu schweigen von späteren Songs wie 'Quicksand', 'Sound And Vision' und 'I Can't Read', gestand Bowie einen ständigen Kampf mit seiner eigenen künstlerischen Begabung ("sie kommt und geht, sie versteckt sich, sie geht verloren und taucht wieder auf, eher wie ein Bach, dem man begegnet, wenn man durch einen Wald geht", sagte er 1980).

Vielleicht ist der lachende Gnom also eine Personifizierung von Davids eigenem Talent: schelmisch, lästig und unbeherrschbar, immer außerhalb seiner Reichweite ("You can't catch me"), aber gleichzeitig mit einem Song aufwartend ("All right, let's hear it", seufzt Bowie in voller Anthony Newley-Manier), und schließlich "earn me lots of money". Nun, das ist ein Gedanke. Die Arbeit an "The Laughing Gnome" begann am 26. Januar 1967, als das Instrumentalstück aufgenommen wurde. Unter den Musikern, die für die Session angeheuert wurden, war der Gitarrist Pete Hampshire, ein Freund des Bassisten Dek Fearnley, der ein paar Monate zuvor erfolglos vorgespielt hatte, um bei The Buzz einzusteigen.

Der Gesang wurde während der Sessions am 7. und 10. Februar hinzugefügt, und der Track wurde am 8. März fertiggestellt. Die Stimmen der beiden Zwerge im Pinky & Perky-Stil wurden von David selbst und von Studiotechniker Gus Dudgeon eingesprochen, der später auch "Space Oddity" produzierte. "Ich erinnere mich, dass wir ewig herumgesessen und versucht haben, uns diese grässlichen Witze auszudenken", erinnerte sich Dudgeon 1993.

"Ich habe mich nicht getraut, die Platte mit halber Geschwindigkeit abzuspielen, weil ich dann meine eigentliche Stimme hören würde. Wir hatten viel zu lachen." Das taten sie auch: Überlebende Tracks der Session zeigen Bowie und Dudgeon, wie sie ihren ungekürzten Zwergengesang mit fröhlichen Profanitäten, Hustenanfällen und respektlosem Geplänkel über Decca-Manager aufpeppen.

Es wird angenommen, dass das Stück zwischen 2'30" und 3'30" während der aufeinanderfolgenden Studiomitschnitte schwankte, und die verschiedenen Bearbeitungen und Abmischungen beinhalten eine Version, die ausschließlich Gnomengesang enthält und "The Rolling Gnomes" zugeschrieben wird. Viele Jahre später wurden Acetat-Kopien von zwei alternativen Abmischungen mit den Bezeichnungen "1st Version" und "Version 3" auf eBay versteigert. Diese unveröffentlichten Varianten weisen einen anderen Lead-Gesang mit einigen textlichen Abweichungen auf ("mit seinen winzigen Händen auf dem Bauch" statt "auf dem Bauch"), neben einigen zusätzlichen Gnomen-Zwischenrufen, darunter "I came on a gnoming pigeon", "gnome milk today", und sogar ein Beitrag von "Fyfe Robertsgnome" (eine gnomische Anspielung auf den investigativen Journalisten der BBC, Fyfe Robertson, der zu dieser Zeit ein beliebtes Ziel für Parodien war), der über einen Ausbruch von "Gnomin' In The Gloamin'" in einer hohen und passend kaledonischen Kadenz berichtete.

Die am 14. April veröffentlichte Single war der letzte in einer langen Reihe von Flops, trotz einer ermutigenden Kritik im NME, die erklärte: "Eine Neuheit voller Anziehungskraft. Dieser Junge klingt bemerkenswert wie Tony Newley, und er hat diesen Song selbst geschrieben. Ein amüsanter Text, in dem David Bowie seine Zeilen mit einer Chipmunk-ähnlichen Kreatur austauscht." In seiner Rezension des Beatles-Albums Sgt. Pepper in der Times vom 29. Mai fand William Mann den Platz, um wenig schmeichelhafte Vergleiche zu ziehen mit "einer schwerfälligen, witzigen Nummer über einen lachenden Gnom, die mehrere Wochen lang von den Piratensendern ekstatisch angepriesen wurde, aber standhaft der Flop blieb, der sie zu sein verdiente."

Solch vernichtende Schmähungen hielten andere Künstler nicht davon ab, sich mit "The Laughing Gnome" zu versuchen. Den Anfang machte die französische Sängerin Caroline (mit bürgerlichem Namen Natalie Rogen), die 1967 eine Coverversion herausbrachte, die von Gilles Ginsbourg frei ins Französische übersetzt mit dem Titel "Mister À Gogo" (grob gesagt: "Mr Crazy" oder "Mr Groovy"). Musikalisch ist "Mister À Gogo" der Bowie-Version treu geblieben und wurde um einige herrliche psychedelische Gitarren ergänzt, fügte aber faszinierende neue Schichten von Tiefsinnigkeit hinzu: "Ah ah ah, hi hi hi, serais-tu le diable ou le saint esprit? / Ah ah ah, hi hi hi, es-tu la sagesse ou bien la folie?", übersetzt als "Ha ha ha, hee hee hee, bist du der Teufel oder der Heilige Geist? / Ha ha ha, hee hee hee, bist du Weisheit oder bist du Wahnsinn?", während die letzte Strophe übersetzt wird: "Seit diesem Tag folgt er mir überall hin / Die Leute verstehen nicht, warum ich lache / Denn nur wer ein glückliches Leben führt / Kann ihn an meiner Seite gehen sehen." Das ist tiefsinnig.

Ein Jahr später nahm Ronnie Hilton, der im vorangegangenen Jahrzehnt mehrere Hits hatte und 1965 mit "A Windmill In Old Amsterdam" in den Charts war, eine britische Coverversion in seiner breitesten Yorkshire-Sprache auf: Diese Aufnahme, die später auf der 2006 erschienenen Kompilation Oh! You Pretty Things enthalten war, fügt einen Witz über den "National Elf Service" hinzu, ersetzt "Bradford" durch "Eastbourne" und zeigt einen Gnom, der unheimlich und vielleicht absichtlich wie der damalige Premierminister Harold Wilson klingt. Keine dieser frühen Coverversionen hatte mehr Erfolg in den Charts als die Bowie-Single, obwohl "Mister À Gogo" in Kanada im Radio gespielt wurde, was Natalie Rogen und ihren Mann dazu veranlasste, 1968 nach Quebec auszuwandern, wo sie die Single unter ihrem eigenen Namen neu auflegte; leider floppte sie erneut.

Zurück in London, nahm Bowie den Song in sein unglückliches Kabarett-Vorsprechen 1968 auf, wobei er ihn mit Hilfe eines Handschuhpuppen-Zwergs vortrug. Berüchtigterweise wurde "The Laughing Gnome" im September 1973, auf dem Höhepunkt von Bowies erstem Starrummel, kurz vor der Veröffentlichung von Pin Ups, wiederveröffentlicht. Dieses Mal erreichte es Platz 6 und sollte seinen Schöpfer danach regelmäßig quälen: "It just shows you it doesn't pay to be cool, man!", gluckste Marc Bolan ein paar Jahre später im Melody Maker, "'Rock'n'Roll Suicide' schlug ein und die Lachzwerge übernahmen." Als 1990 bekannt gegeben wurde, dass die Set-Liste für die Sound + Vision Tour durch eine Telefonumfrage bestimmt werden würde, startete der NME eine "Just Say Gnome"-Kampagne - T-Shirts und alles - und forderte die Leser auf, die Telefonzentrale mit Wünschen für den Song zu überhäufen.

"Ich sage euch was", sagte Bowie zu Melody Maker, als die Tour begann, "ich dachte daran, 'Laughing Gnome' zu machen und überlegte, wie ich es machen könnte, vielleicht im Stil der Velvets oder so, bis ich herausfand, dass die ganze Abstimmung ein Betrug oder so etwas war, verübt von einer anderen Musikzeitung. Ich meine, das war das Ende der Sache. Ich kann mich doch nicht der Presse anbiedern, nicht wahr?" 1998 erwähnte Queen's Roger Taylor den Song in seinem Solo-Track "No More Fun", während Buster Bloodvessels verrückte Techno-Bearbeitung, sicherlich eines der unwahrscheinlichsten Bowie-Cover überhaupt, auf der 2001er-Compilation Diamond Gods enthalten war. Im Jahr 1999 begannen unglaubwürdige Andeutungen zu kursieren, dass Bowie "The Laughing Gnome" für die BBC Comic Relief Nacht am 12. März aufführen würde. Die Gerüchte erwiesen sich als übertrieben: Bowies voraufgezeichnete Einlage, die er als "Requiem For A Laughing Gnome" vorstellte, bestand darin, dass er klanglos auf einer Sopranblockflöte trällerte und unsinnige Zwischenrufe machte, während die BBC Nachrichten einblendete, die versprachen, es zu stoppen, wenn die Zuschauer mit ihren Zusagen anriefen. Die 2010 erschienene Neuauflage David Bowie: Deluxe Edition enthielt den Originalschnitt von "The Laughing Gnome" neben einer neu bearbeiteten Stereoversion, die 2009 von Peter Mew und Tris Penna in der Abbey Road abgemischt wurde.
Nicholas Pegg and The Laughing Gnome

Viel Spaß damit 😘
🤡


Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #13
🤣🤣🤣

Das steht so echt im Pegg? Prust...da könnte man sich glatt fragen, was hat der denn geraucht. Davon hätte ich bitte auch gern was 😁

Hmm...aber was schteibt Pegg denn zum echten lachendem Gnom überhaupt?


🤣🤣...ne, nicht Pegg, sondern O'Leary...Pegg war das unten, also quasi die Auflösung. War wohl eher nüchtern 🤣🤣...







Achso ja stimmt, O'Leary. Na dann hätt ich halt gern was der geraucht hat ;)

Danke für den Pegg zum SdT

LG Simone

Antw.: The Laughing Gnome | SdT 15.02.2021

Antwort #14
Zitat
"Ich habe mich nicht getraut, die Platte mit halber Geschwindigkeit abzuspielen, weil ich dann meine eigentliche Stimme hören würde. Wir hatten viel zu lachen." Das taten sie auch: Überlebende Tracks der Session zeigen Bowie und Dudgeon, wie sie ihren ungekürzten Zwergengesang mit fröhlichen Profanitäten, Hustenanfällen und respektlosem Geplänkel über Decca-Manager aufpeppen.

Na, da wüsste ich aber zu gern, wo man denn diese überlebenden Tracks hören kann!  :o

Und zu schade dass David 1990 es nicht gemacht hat nachdem er von dem "Betrug" erfuhr. Buuhuu :(

LG Simone

 
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