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Tomorrow belongs to those who can hear it coming
Thema: Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (3657-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #45
Habe mal mit 4 abgestimmt.

Tja, ein bisschen Faszination übt der Film schon aus. Aber wer will schon wirklich so enden? Da kenne ich nur wenige.

Vor langer langer Zeit haben Leute, die ich gut kannte, heilig geschworen, nie H zu probieren. Tja, weiß auch nicht wie, aber die Hälfte hat's dann doch probiert. Manche davon leben auch noch. Ein Freund von uns hat sich mit Absicht kaputtgefixt, aber der hatte Krebs, und er wollte sein Ende halt so. Ein anderer hat sich vor den fahrenden Zug geworden.
Als ich 13, 14 Jahre alt war, habe ich einige Leute gekannt, die H nahmen, Haare wie Bowie hatten, Bowie hörten und einfach total cool sein wollten. Aber ich denke nicht, daß das von dem Film kam, das war einfach so, und Bo hörte man halt, das war's halt schlechthin. ICH MAG KEINE SYNTHETISCHEN und KEINE PULVER-DROGEN, ich mag sie einfach nicht und kann nur abraten (wißt Ihr wirklich, was ihr einfahrt und was jemand reingemixt hat?). Ich habe genug Leute abkacken sehen und sehe sie immer noch. Schade drum, und es kann ihnen niemand helfen, das ist meine persönlich erlebte harte Erkenntnis.

Beste Grüsse
crystal

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #46
8O

gruß,Z

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #47
Meine Mutter wird sich nur bei Zeiten bei Dave mal beschweren weil ihr
Törchterchen nurnoch Vittel trinkt und das ja auch nich so schön
teuer ist. *g*

Nein mal ernsthaft, dass Thema gabs ja schon.. aber ich greif jetzt
wirklich morgens im Bahnhof wenn ich was zu Trinken für die Schule
ins Regal und nehm Vittel.. kaum zu glauben das ich vor zwei Jahre
bei einer Diskussion lautstark verkündet habe Marken und Werbung
gehen mir am A... vorbei *g*

Naja.. aber zurück zum Thema.. ich versteh ja die Trauer dieser Mutter..
aber sich dann den Sündenbock zu suchen und einen Song und dessen
Interpreten für das Unheil verantwortlich zu machen..
Wieviele kleine Mädchen ritzen sich die Pulsadern auf und hören dabei
HIM, Marilyn Manson und was weiß ich? (Ich mag selber MM.. ist nicht
offensive gemeint *g).. kommt eben vor, dass hängt eben damit zusammen
wie leicht jemand beeinflußbar ist und wie weit jemand unterscheiden
kann was Realität ist und was lieber Fiction bleibt..
Schlimm irgendwie....

Wie schon gesagt wurde.. das Mädchen muß ja schon vorher psychisch
labil gewesen sein.. wegen einem Song bringt sich keiner um.

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #48
Zitat
Schaffe Dir ein unerreichbares Feindbild und Du bist aus dem Schneider! "Wäääh, immer sind die andern schuld!"

Aber natürlich: Die bösen Lehrer, die schlechte Schule, die schlimmen Videos auf MTV, der ganz böse MM und die vielen Videospiele!
Dass dieser Scheiß Fernseher aber auch die Kids nicht richtig erziehen kann!  :grindev:

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #49
Zitat

"Jim Carrey ( schreibt man das so?)

:lol:
Knapp daneben. Jim Carroll heißt der Typ.

Carrey ist der Typ der die Grimassen schneidet.

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Antwort #50
Zitat
Wir haben im Unterricht damals schon in der 7. oder 8. Klasse Christiane F. geguckt und ich kann mich gut erinnern, dass es für die Mehrheit der Klasse ziemlich abschreckend war (Bowies Auftritt fand ich aber schon da total toll). Wir hatten im Anschluss auch noch ein dreitägiges Anti-Drogenseminar mit ehemals Abhängigen und das alles zusammen war doch schon ziemlich krass. Vielleicht war es auch wirklich etwas früh, aber sicherlich sehr wirksam...


So ein Drogenseminar (?,  bei dem Wort könnte man auch was anderes denken..) hatten wir auch in der 7.Klasse. Scheint wohl Gang und Gäbe zu sein..  Allerdings haben wir nicht Christiane F. geguckt.  Ich bin erst durch Bowie auf den Film gestoßen.
Obwohl ich nicht weiß, ob der für diese Altersklasse nicht zu heftig ist ?! 
na ok,  Christiane F. war ja auch ungefähr so alt..

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #51
Es ist Jahre her das ich den Film zuletzt gesehen habe. Jetzt hab ich ihn auf DVD geholt.
Wirklich einer der wenigen großen deutschen Filme. Erschreckend schön wie die Musik von DB zu dem Lebensgefühl paßt. Als der Film 1981 im Kino war, war ich 16, und ich fand weder den Film, noch das Buch abschreckend. Ehr im Gegenteil. Ein halbes Jahr später war ich auf dem Weg nach Berlin. Auf Spurensuche in Sachen DB und Frau F. Natürlich gabs das Alles da schon nicht mehr in der Form. DB war schon längst weitergezogen, und ich landete im “Dschungel”, und der Gleichen. Christiane F: geisterte dann ja noch ab und zu durch die Presse. Ich hatte sogar mal n’Tape ihren Punkband.

“Wunderbar” by Christiane F.:

Zitat
Dann wurde es ruhig um Christiane, sie kehrte erst 1983 auf die Bildflääche zurüück, als sie bei einer Drogenrazzia in einer Fixerbude festgenommen wurde. Sie wurde dem "Besitz von Drogen zum Eigengebrauch" schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 3000 DM verurteilt. Füür kurze Zeit musste Christiane ins Gefäängnis. Danach zog es sie nach Griechenland. Dort lebte sie 6 Jahre lang mit einem Griechen namens Panagiotis zusammen, den sie sogar heiraten wollte. Doch nur wenige Tage vor der Hochzeit wurde Panagiotis wegen Diebstahls und Drogenbesitz festgenommen und kam hinter Gitter. Die Hochzeit wurde abgeblasen und kurz darauf endete ihre Beziehung. Christiane ging zurüück nach Berlin und verfiel wieder einmal dem Heroin, diesmal allerdings ohne auf den Strich zu gehen.
Im Herbst 1995 wurde Christiane ins 'Polamidon Programm' aufgenommen, wo mittels der Ersatzdroge Methadon versucht wird, Heroinabhäängige von ihrer Sucht zu befreien. Erfolge stellten sich allerdings erst nach der Geburt ihres Sohnes Jan-Niklas (1996) ein. Christiane redet davon, eine Fortsetzung zu ihrem Buch zu schreiben, bisher hat sie damit aber noch nicht begonnen. Nachdem sie aus Griechenland zurüückkam, kaufte Christiane eine kleine Eigentumswohnung in Neuköölln. Dort hielt sie es jedoch nicht lange aus. Kinder aus der Nachbarschaft erkannten sie und begannen, sie zu beläästigen. Sie verkaufte die Wohnung wieder und zog in eine Mietwohnung in der Sonnenallee, ebenfalls in Neuköölln. Nach einer Schläägerei mit drei Frauen, bei der Christiane das Nasenbein gebrochen wurde, packte sie aber auch dort ihre Sachen. Heute leben die mittlerweile 42jäährige und ihr Sohn Nico in Spandau, im Nordwesten Berlins. Eine der gröößßten Sorgen Christianes ist, dass Jan-Niklas entfüührt werden köönnte ("Manche Leute glauben, ich sei wohlhabend.").

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #52
ich habe den film mit 12 gesehen. ich hab mich beinahe mit übergeben. der film hat mich total gefesselt, ich war sowohl angeekelt als auch fasziniert. ich hab mit christiane gelacht und mit ihr gweint, mit ihr gekotzt und gezittert und.. mann, ein glück war ich allein zu hause, als ich den film gesehen hab. und ich finds empörend, ja geradezu sinnlos, dass der film erst ab 16 ist. ich mein, die is ja selbst 12, als sie anfängt mit dem scheiß.
an einigen stellen fand ich es allerdings zu dunkel, da hat man nur schwarz gesehen, vor allem an den stellen, wo sie in die disko geht.
insgesamt würd ich den film als pflicht ansehen, jeder sollte ihn sich anschauen.

um dann auch auf die musik von bowie zu kommen: "too late" war eines der ersten lieder, das ich wortwörtlich gut fand. zu blöd halt, dass ich erst ein jahr später - nach seiner reality-tour - richtig angefangen hab, seine muzsik zu hören. aba damals fand ich halt shakira noch ganz toll -g-.

nun ja, auf jeden fall hat der film mich sowohl dazu gebracht, das zeug mal probieren zu wollen, als auch dazu, es niemals zu berühren - was ja bis jetzt gesiegt hat. und da ich rauchen sowieso uncool finde, wirds wohl auch nicht schlimmer kommen.

in dem sinne
seht euch den film an, wenn ihr es noch net getan habt!

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #53
Zitat
nun ja, auf jeden fall hat der film mich sowohl dazu gebracht, das zeug mal probieren zu wollen


Sag ich doch. Von wegen Abschreckung!

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #54
Zitat
.
Die falschen Filme.
Die falsche Musik.
Die falschen Idole.
.


Auf mich hatte der Film keinerlei Auswirkungen, da ich meine drogenreiche-phase bereits hinter mir hatte.

Meine Mutter meint allerdings auch, wenn jemand mit seelig entrücktem Gesichtsausdruck an einem joint nuckelt, das nicht unbedingt abschreckend ist.....bei allem nachfolgenden sagt sich ja jeder, "achwas Ich bin klüger, stäker, ich pack das. Drogen nehm ich ab und zu, abhänging werd ich doch nicht."

Ich persönlich sage mir das der Einfluß von Filmen nicht so groß ist, da muß schon ein bisschen mehr dabei sein. Das nötige Umfeld. Unzufrieden mit dem Leben etc. Und eine gewisse empfänglichkeit für halluzinogene Stoffe. Es ist wie mit allem, man kann nicht klipp und klar sagen, das oder jenes ist daran schuld.

Liebe Grüße
EiwobDivad

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Antwort #55
Zitat
Ich persönlich sage mir das der Einfluß von Filmen nicht so groß ist, da muß schon ein bisschen mehr dabei sein.


Da hast du natürlich recht. Doch wenn das "Mehr" schon vorhanden ist, dann kann ein Film (oder ein Star, Guru...was auch immer) durchaus dazu reichen das man sagt "Guter Plan, das will ich auch"...
Ich meine, wenn man in eine bestimmte Richtung schaut, dann sieht man auch nur das was man will.

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #56
Zitat
Zitat
nun ja, auf jeden fall hat der film mich sowohl dazu gebracht, das zeug mal probieren zu wollen


Sag ich doch. Von wegen Abschreckung!


nur n hinweis, chakora: bei mir isses generell so, dass ich die gesundheitsschädigenden dinge, die tödlich enden können, gerne mal ausprobieren würde. ich würde liebend gerne mal rauchen, aba irgendwas in mir protestiert trotzdem dagegen nach dem motto: dann biste nich mehr rein.
das hatte absolut nichts mit dem film zu tun. und wie gesagt, er hat mich auch gleichzeitig abgeschreckt.
ich hab früher gern gelitten, ich wollte all dieses leid erleben um es nachvollziehen zu können. is ja jetz nich mehr so aba naja....

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #57
Zitat
nur n hinweis, chakora: bei mir isses generell so, dass ich die gesundheitsschädigenden dinge, die tödlich enden können, gerne mal ausprobieren würde. ich würde liebend gerne mal rauchen, aba irgendwas in mir protestiert trotzdem dagegen nach dem motto: dann biste nich mehr rein.
das hatte absolut nichts mit dem film zu tun. und wie gesagt, er hat mich auch gleichzeitig abgeschreckt.
ich hab früher gern gelitten, ich wollte all dieses leid erleben um es nachvollziehen zu können. is ja jetz nich mehr so aba naja....


Da kann man sich für dich freuen das diese Abwehr so gut funktioniert hat. Möge es so bleiben.
Den Konflikt "Rein" sein zu wollen, und gleichzeitig von Leid angezogen zu sein, den kenn ich sogar auch von mir. Und im Gegensatz zu dir bin ich da dann mehr hin & her gependelt zwischen den beiden Polen. Was ziemlich anstrengend ist.

Kleiner "Witz" am Rande: Alles im Leben endet tödlich, gell?
 :)

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #58
Zitat

DieKinder vom Bahnhof Zoo sind noch da
Studie: 300 Jugendliche gehören zur Szene


Von Passanten werden sie übersehen. Die Jugendlichen am Bahnhof Zoo haben sich den Bewegungen in ihrem Umfeld angepasst. Sie stehen in kleinen Gruppen zusammen, zerstreuen sich, verlassen das Gebäude, um wenig später wiederzukommen. Nur wer genau hinschaut, sieht die Bierflasche oder den Joint in der Hand des Halbwüchsigen oder den fliehenden Blick eines jungen Mädchens. Stefan Thomas hat genau hingesehen. Ein Jahr lang hat der Diplom-Psychologe für seine Promotionsarbeit an der FU die Kinder vom Bahnhof Zoo begleitet, sie befragt und mit Hilfe der Streetworker vom Verein Treberhilfe Berlin ihren Alltag beobachtet. Die Ergebnisse seiner Studie hat er in einem Buch veröffentlicht.

200 bis 300 junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren halten sich regelmäßig am Zoo auf. Hier leben sie in ihrer eigenen Welt mit Freunden zusammen. Die meisten haben zwar ein Dach über dem Kopf, weil es mehr Wohnprojekte und andere Hilfsangebote gibt als in den 70er Jahren. Doch die Jugendlichen am Bahnhof sehen für sich keine Perspektive. Viele haben die Schule abgebrochen, kommen aus einem schwierigen Elternhaus, in dem sie geschlagen und misshandelt wurden, ihnen fehlt eine Bezugsperson. Für die meisten sind Drogen ein Mittel, um alles zu vergessen – und es gibt viele, die „alles nehmen, was breit macht“. Prostitution bleibt verbreitet, vor allem in der Jebensstraße, wo Jungen auf den Strich gehen, um bessere Kleidung oder Drogen zu kaufen. Aber nur wenige reden darüber, die Schamgrenze ist hoch. Und Christiane F.? „Der Mythos lebt weiter“, sagt Stefan Thomas. „Alle jungen Menschen, die sich am Bahnhof Zoo aufhalten, haben davon gehört und zählen sich dazu.“
Constance Frey

Wirkung Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Antwort #59
Habe Buch und Film gesehen, fand aber das Buch bei weitem "eindringlicher" als den Film und auch abschreckend.

Joints habe ich früher auch geraucht, aber darüberhinaus hätte ich nie was genommen.

Zu dem Zeitungsartikel sei zu sagen, dass ich vom 16. bis zum 18.08.05 selbst in Berlin war (das erste Mal) und unser Zug fuhr halt auch in Bahnhofzoo ein.

Erstmal war ich überwältig von so vielen Menschen (dagegen ist der Bahnhof in meiner Stadt ein Witz).

Wegen dieser Reizüberflutung sind die richtig "kaputten" Typen erst mal gar nicht aufgefallen. Als wir auf der Rückfahr noch über 40 Minuten Zeit hatten, hab ich mich dann mal richtig umgesehen und erst da sind sie mir "bewußt" aufgefallen. Allerdings hatte ich mir das alles noch viel schlimmer vorgestellt. Aber da waren wie gesagt so viele Touristen, dass diese Leute einfach darin untergehen, wenn man sich nicht gerade die Mühe macht danach zu suchen. Aber ich bin ja wie gesagt auch nicht ansässig in Berlin. Ein Berliner mag dies vielleicht ganz anders empfinden.

 
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