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Tomorrow belongs to those who can hear it coming
Thema: Eine sehr gute Kritik in meiner Heimatzeitung! (559-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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Eine sehr gute Kritik in meiner Heimatzeitung!

:-D
Hier schreibt mal jemand, wie es wirklich war!

(Giessener Anzeiger TIFF/Kultur  21.10.2003) 
 
David Bowie auf „Reality“-Tour: Pop-Chamäleon ganz wahrhaftig
 
56-Jähriger führte sein Publikum gut gelaunt und spielfreudig durch 35 Jahre Musikgeschichte

von Astrid Hundertmark FRANKFURT.

Es war eines der wenigen ganz großen Konzerte. Aber wen wundert’s – schließlich ist auch er einer der wenigen ganz Großen: David Bowie. Startete das Frankfurter Konzert seiner „Reality“-Tour gegen 20.45 Uhr auch etwas unterkühlt, so tauten der 56-Jährige und sein Publikum im Verlauf von zweieinhalb Stunden spürbar auf. Während sich draußen noch die Menschen Richtung Eingang schoben, mühten sich drinnen schon die Dandy Warhols, die bis dahin zur Hälfte gefüllte Festhalle mit ihrem rockig-düsteren Sound zu unterhalten. Erst bei „Bohemian like you“ gehen die Arme mal in die Höhe. Gab sich die Vorgruppe über weite Strecken psychedelisch, kündigte sich der Top-Act virtuell an: Die digitale Projektionsfläche zeigt eine Band als Zeichentrick-Animation. Aus fließender Computer-Darstellung schälen sich nach und nach echte Aufnahmen der Musiker, bis Sekunden später Bowie und seine sechsköpfige Crew die Bühne betreten, „Reality“ werden. Rock ’n’Roll zum Auftakt, Bowie an der Mundharmonika – mit „New Killer Star“ beginnt ein Abend, der die Zuhörer mit auf eine Reise durch fast 35 Jahre Pop-Geschichte nimmt. Verbreitet das Bühnenbild in weiß-blauem Licht anfangs frostige Stimmung, taute das Publikum bei „China Girl“ auf, eine jener unvergänglichen Pop-Perlen aus Bowies reichlichem, nunmehr 26 Studioalben umfassenden Fundus. Zwischen Tracks seiner aktuellen Longplayer „Reality“ („Pablo Picasso“) und „Heathen“ („Slip away“) platzierte der gut gelaunte Mittfünziger geschickt Dauer-Ohrwürmer wie „Under pressure“, „Ashes to Ashes“ und „Heros“ und bringt die Halle zum Tanzen. Der einst so kühle und unnahbare Exzentriker flirtet mit seinen Fans, schiebt sich lasziv das Samtjacket über die Schultern und lässt die Hüften kreisen. Bowie spielt sich mich Leichtigkeit durch den Abend, auch wenn mit Songs wie „I’m afraid of americans“ durchaus gewichtige Aussagen getroffen werden. Das Pop-Chamäleon streift (fast) alle Musikgenres, zelebriert „Bring me the discoking“ gar in jazzigem Barlounge-Stil. Da bedurfte es nicht der Aufforderung „Let’s dance“ – einer von vielen Zugaben, mit denen Bowies Gastspiel gegen 23.30 Uhr in Frankfurt zu Ende ging.

Eine sehr gute Kritik in meiner Heimatzeitung!

Antwort #1
der abend begann nicht mit new killer star

Eine sehr gute Kritik in meiner Heimatzeitung!

Antwort #2
Aber der Abend begann . . .

Ein schönes Artikelchen
Shalömchen
crystal

 
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