Zum Hauptinhalt springen




Tomorrow belongs to those who can hear it coming
Thema: Nam June Paik - "Vater der Videokunst" ist tot (490-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Nam June Paik - "Vater der Videokunst" ist tot

Zitat
Nam June Paik ist tot. Der Vater der Viedokunst starb gestern Nacht im Alter von 73 Jahren in seiner Wohnung in Miami. Der gebürtige Koreaner kam mit seiner Familie 1950 nach Japan, wo er von 1953-1956 Musik, Ästhetik und Philosophie studierte. Seine Abschlussarbeit schrieb er über Arnold Schönberg. Ab 1956 studierte er an der Universität in München Musikgeschichte, Kunstgeschichte und Philosophie. München erwies sich für ihn schnell als zu konservativ, und auch sein Kompositionsstudium in Freiburg war nicht von Dauer. Wolfgang Fortner, bei dem er damals Komposition studierte, empfahl ihm das neu eingerichtete Elektronische Studio des Westdeutschen Rundfunks in Köln, da die Interessen Paiks außerhalb der traditionellen Musik lagen. 1959 lernte er John Cage kennen. 1962 nahm er in Wiesbaden an dem Festival "Fluxus. Internationale Festspiele neuester Musik" teil und nutzte erstmals das Medium Fernsehen für seine Arbeiten. 1964-1967 ging Paik nach New York und lernte die Cellistin Charlotte Moorman kennen. Für sie entwickelte er den berühmten „TV-Bra for Living Sculpture“. 1979 erhielt Paik eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf. Ab 1980 entwarf Paik hauptsächlich Multi-Monitor-Videoinstallationen.

Das Lenbachhaus in München zeigt ab 25. März in der Ausstellung „40 JAHRE VIDEOKUNST.DE“ Werke des Künstlers.

Zitat
Die wichtigsten Werke von Nam June Paik

Hamburg - Nam June Paik, der am Sonntagabend im Alter von 73 Jahren gestorben ist, galt als Pionier der Videokunst. Sein Werk umfasst zahlreiche Installationen, Fotografien und Zeichnungen. Zu den wichtigsten Werken zählen:

- "Hommage à John Cage" (1959). Das von Paik entwickelte Konzept der Aktionsmusik vermischt klassische Klänge und zufällige Geräusche. Instrumente werden zertrümmert.

- "24 Stunden" (1965). Paik und die Cellistin Charlotte Moorman beteiligen sich an dem Happening mit Joseph Beuys und Wolf Vostell in Wuppertal.

- "TV-Cross" (1966). Die Multimonitorinstallation vereint erstmals mehrere Fernseher zu einer Skulptur. Das Werk wird im Stockholmer Museum of Technology ausgestellt.

- "TV-Büstenhalter" (1969). Paik kreiert einen Büstenhalter aus TV-Monitoren für die Künstlerin Moorman. Das Objekt soll sie in einen Zwitter zwischen Mensch und Monitor transformieren.

- "V-yramid" (1982). Mit der ersten architektonischen Videoinstallation aus 384 Monitoren im Pariser Centre Georges Pompidou verschafft sich der Künstler weltweit einen Namen.

- "Good Morning, Mr. Orwell" (1984). Zum Auftakt des Orwell-Jahres organisiert Paik eine Satellitenübertragung. Die Live-Sendung zwischen New York und Paris sowie einer Zuschaltung von Sendern in Deutschland und Korea erreicht über 10 Millionen Menschen.

- "Family of Robot" (1986). Mit den menschenähnlichen, aus Monitoren und Radios zusammengesetzten Figuren kommentiert Paik ironisch die Liebe der Amerikaner zum Fernsehen.

- "Beuys Voice" (1987). Mit dem Triptychon ehrt Paik auf der documenta 8 in Kassel seinen 1986 verstorbenen Freund Joseph Beuys.

- "The more the better" (1988). Anlässlich der Olympischen Spiele in Seoul inszeniert der Künstler den aus über 1000 Monitoren errichteten Medienturm. Fernsehstationen aus aller Welt liefern das Filmmaterial für das Großprojekt.

- "Wrap Around the World" (1988). Über zehn Länder weltweit beteiligen sich mit Beiträgen an dem globalen Live-Happening, das nach Schätzungen 50 Millionen Zuschauer hat. Künstler wie David Bowie und Merce Cunningham nehmen an dem Spektakel teil.



Reinhold

Nam June Paik - "Vater der Videokunst" ist tot

Antwort #1
Durch einen Freund aus Düsseldorf ( Horst H.Baumann Laser-Künstler),lernte ich Nam Jun Paik persönlich kennen.

Er war eine faszinierende Persönlichkeit.

Die Welt ist um einen Künstler ärmer geworden.

Farewell


KlausD

Nam June Paik - "Vater der Videokunst" ist tot

Antwort #2
:cry:

..aber  er war auch schon lange sehr krank, nicht...?

Aber ich erinnere mich an interessante Video-Kunst auf der Documenta in Kassel....

gruß, Z

Nam June Paik - "Vater der Videokunst" ist tot

Antwort #3
Zitat
...

..Aber ich erinnere mich an interessante Video-Kunst auf der Documenta in Kassel....

gruß, Z


Ja, ich auch - '87 auf der documenta 8.



Beste Grüße

Reinhold

 
Simple Audio Video Embedder